Und ein ganz, ganz schönes Boot liegt in Sichtweite. Ein sehr gepflegtes Holzvboot, klein, aber wohl sehr komplett. Die laufen gerade schon wieder aus und fahren sehr nahe fröhlich winkend an uns vorbei, sodass ich von meiner Aussichtsbrücke aus gut gucken kann. Großmütig, wie ich nun mal so bin, sage ich zum Ruhebewahrer: "Also, das würde mir für den Anfang auch durchaus schon reichen, auch wenn es klein ist". Der verschluckt sich fast an seinem Morgenkaffee und erklärt mir milde lächelnd, dass dieses Boot wohl teurer sein dürfte als all meine sonstigen Träume zusammen. Tjanun, es war schon immer etwas teurer, einen guten Geschmack zu haben.
Das Heeger Meer ist ein bißchen wellig an dem Tag, wir machen uns so langsam bereit für's Ablegemanöver. Der Urlaub ist zwar über den Berg, aber so einige Tage haben wir noch. Und die sollen absichtlich Tage der Planlosigkeit werden. Wir wollen zwar auf jeden Fall noch bis zum Pikmar, aber gar so weit ist das auch nicht. Wir sind ja jetzt streckenerprobt. Ansonsten möchten wir einfach ein bißchen rumfahren, mal hier schauen, mal dort schauen und bleiben, wo es uns so gerade gefällt. Mit Pausen.
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Gute Versorgungslage nach Stavoren |
Kaum sind die versorgt, kommt noch ein Boot aus unserer Lieblingsmarina, Hart van Friesland. Legt zwar ok an, aber - mitten im Weg. Mit nur einem Boot mindestens sieben Anlegeplätze blockieren - muss man auch erstmal können. Wir freuen uns trotzdem, das Boot zu sehen. Vielleicht schauen wir ja nachher mal, wie es in diesem unserem Lieblingshafen, wo wir schon mit den Assigen denkwürdige Tage verbrachten, so ausschaut. Dann können wir ja bei Tinus petzen. Nein, machen wir nicht. Es wird schon einer kommen, der der Crew sagt, dass es so mal gar nicht geht. Nicht unsere Baustelle. Wir wollen jetzt endlich los.
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