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Sonntag, 26. Mai 2019

Die Ardeche - so denkt man - liegt in Frankreich

Tut sie auch. Sowohl als Département als auch als Fluss ist bestimmt wunderschön. Aber es gibt noch eine Ardeche, diese mindestens genauso wunderschön. Die Ardeche ist eins der besonders luxuriösen Boote aus der Flotte unseres Lieblings-Vercharteres und wir hatten schon lange ein Auge auf sie geworfen. Als wir beschlossen, dass es nicht immer etwas Schlechtes sein muss, wenn Geschichte sich wiederholt und wir unseren Mai-Urlaub analog dem im letzten Jahr gestalten wollten - eine Woche Boot, eine Woche Noordzee - beschlossen wir auch Gönnung für uns. Eine Woche wollten wir uns die Schöne mal leisten - und haben es nicht bereut. Die Ardeche ist ein wirklich schönes Boot, mit viel Komfort und Annehmlichkeiten und vor allem einer sehr gut funktionierenden Heizung. Nicht ganz unwichtig, denn - es war mal wieder "en Jammer met het weer" . Wir lernten das Boot bei jeder Wetterlage kennen, auch bei etlichen brenzligen Fahrmanövern ( selber schuld, doofe Route ) und schätzen. Wir würden sie auch jederzeit wieder buchen, aber wir wissen jetzt sicher, dass diese Art Boote nicht ganz unseres ist. Wir haben doch lieber einen richtigen Außensteuerstand, eine Achterkajüte und dafür dann innen mehr "echtes" Bootsfeeling. Die Mistral vom letzten Jahr bleibt unser Favorit. Wenn uns mal so etwas wie die Mistral zum Kauf unterkommt, dann fangen wir an zu rechnen. Wenn es eine Sprayhood oder wenigstens ein Bimini hat. Für Fahrspaß von März bis Oktober. Immer gut, wenn man nicht nur weiß, was man sich leisten kann, sondern auch, was man sich leisten will. Wär das auch geklärt.       

Valkcruiser Ardeche

Zunächst einmal enterten wir aber die Ardeche und direkt nach Übernahme hieß es "Leinen los". Wir waren aus diversen Gründen nicht nur erholungs- sondern auch besonders ruhebedürftig und steuerten sehr zielsicher für die erste Nacht eine unserer Lieblings-Marrekriten an, die wir dann auch prompt exklusiv hatten. Diese Ruhe. Diese Stille. Beim Anlegen stellte aber vor allem ich fest, dass die Ardeche deutlich höher ist als die bisher gebuchten Boote und ich viel tiefer springen musste als gedacht. Und wir hatten im Hafen noch darüber gelacht, dass die Ardeche auch eine einhängbare Leiter besitzt. Nun wussten wir auch wofür. 

Am nächsten Tag ging es dann bei mal Regen, mal Sonne einmal quer über Sneeker Meer, schnell gucken, ob alle Lieblingsplätze den Winter gut überstanden haben und dann in die Betonnung des Princess Margriet Kanals. Kurz am Ort der auf ewig unerfüllbar bleibenden Sehnsüchte ( der Werft mit den superschönen Yachten ) ein Goede Dag entgegengerufen, den Ort Grou links liegen gelassen und ab durchs Pikmar zum Kanal des alten Captains. Dort lagerte raumgreifend ein Berufsschiff - danke für Nichts - also auf dem Teller gedreht und ab ins Sanmar. Dort bei Regen einen Anlegeplatz gesucht und eine uns bis dato unbekannte, nach Pfefferminz duftende, super schön angelegte Insel gefunden. Nix so schlecht, dass es nicht irgendwo gut für ist. ( unser Omma, Ihr kennt den Spruch mittlerweile sicher ) Da waren wir nicht zum letzten Mal. Wunderschön dort. Von dort ging es am nächsten Tag weiter durch den Feenwald der Alde Feanen bis nach Earnewald. Dort fanden wir einen ganz feinen Platz im Passantenhafen mit Ausblick 

Eisschnellläufer in Earnewald


 und guckten uns nach so vielen Durchfahrten in den letzten Jahren dann auch mal den Ort an. Ganz nett, die Pommes war auch lecker, aber wir wollten wieder raus. Kennen wir doch so viele schöne Plätze im Feenwald, einer wird ja wohl frei sein für uns. Wäre bestimmt auch so gewesen, aber wir sollten es nicht mehr rausfinden. Denn über uns entlud sich ein Wetter vom Feinsten, Hagel, Gewitter und Regen ohne Ende. Tjanun. Blieben wir halt im geschützen Hafen. So ist es das mit dem Bootsurlaub. Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. 


Am nächsten Tag beruhigte sich das Wetter sichtlich und wir nahmen die geplante Route in Angriff. Der van Haarinxmakanal bis nach Franeker durch Leeuwarden wollte erkundet werden. Ich sag es mal so: Schön geht anders. Sehr viel Berufsschifffahrt auf einem relativ engen Kanal. Hängste hinter einem Frachter, hängste hinter einem Frachter. Ausweglos. Die Ortsdurchfahrt Leeuwarden wurde ihrem schlechten Ruf mehr als gerecht. Baustellen überall, Pontonbrücken mit langer Wartezeit, dabei immer im Kielwasser der Frachter schaukelnd und bangend, nicht gegen die Kaimauer gedrückt zu werden. Auch bei den Brücken, unter die wir locker gepasst hätten, mussten wir warten. Frachter ! 

Ortsumfahrt Leeuwarden

Sooo nervig, sagte ich schon. In Franeker angekommen, fanden wir einen ortsnahen Platz in einer Gracht, immerhin etwas. Allerdings ohne jeden Service, dafür kostenpflichtig. Franeker selbst ist in erster Linie alt, nicht nur die älteste Universitäts-Stadt der Niederlande, sondern auch alles andere war na ja eben alt. Bis auf das - ja ganz im Ernst - Quidditch Stadion und Jan Hendriks Brunnen-Wolke. Hatten wir immerhin einen weiteren Brunnen unserer Elf-Brunnen-Route zugefügt. 

Quidditch in Franeker

Gracht in Franeker

ElfstedeBrunnen

Der Höhe der Ardeche geschuldet, mussten wir einen Großteil des Weges genauso zurücklegen, wie wir gekommen waren, es war tatsächlich noch nerviger als am Vortag. Wir waren sehr erleichtert, als wir in Leeuwarden auf die stande mast Route abbiegen konnten, die dann tatsächlich deutlich schöner war als erwartet. Nur die Marrekriten waren nicht so verlockend. Nachdem man an allen Brücken auf der stande mast den Warteknopf drücken musste, den man nur kriechend erreichen konnte, schenkten wir uns die letzten Brücken und ließen abermals Grou liegen, diesmal Steuerbord und fuhren relativ erschöpft zu einer Marrekrite-Insel im Pikmar, an der wir schon öfter waren. Dort erlebten wir neben den obligatorischen Enten, die genau so gepaart unvermeidlich an jedem Steg, wirklich jedem! auftauchten und für die wundersame Wandlung des Ruhebewahrers in einen Entenflüsterer verantwortlich zeichneten 


noch eine andere tierische Überraschung. Am Steg lagen etliche andere Boote, auf einem eine Familie, deren Kinder sehr ergiebig einen großen, aber ersichtlich geduldigen Schäferhund bespielten. Am nächsten Morgen ging es genauso weiter, auf einmal aber sammelte der Vater seine Kinder ein, Leinen los und ab dafür. Es bot sich folgendes Bild: 

Hund ausgesetzt?

Ein frühmorgendlicher Spaziergang über die Insel brachte dann Aufklärung. Auf der Rückseite der Insel gab es ein idyllisch gelegenes Wohnboot, wo zumindest der Hund wohnte. Wir hoffen nicht allein..... 

friesische Seenplatte

Die letzten beiden Tage verbrachten wir mit gemütlichem Rumgondeln Richtung Heimathafen, wir beehrten wieder den Gewittersteiger, schauten kurz am Naturhafen von Joure vorbei und ließen es uns einfach gut gehen. Bei jeder Wetterlage! Darauf nahmen wir dann bei Wetterwilles den Abmusterungsschluck und gingen schweren Herzens von Bord.  


Um am Tag zwischen friese Meren und Noordzee Narnia zu finden und ein Projekt anzustoßen, welches noch läuft und (noch) Geheimhaltung unterliegt. Der Arbeitstitel lautet Maja Maybe und wir werden berichten. Daumen werden derweil gerne genommen.   


Sonntag, 23. September 2018

Mistral im September - Woche 2

Stavoren und sein Vrouwtje 


Nach einer wunderschönen sternenklaren Nacht im Gaastmeer machten wir uns auf nach Stavoren. Einmal hallo Ijsselmeer und vor allem natürlich Hallo Vrouwtje - Hallo Britta sagen. Die Geschichte vom Voruwtje und was sie mit mir zu tun hat, lege ich Euch immer wieder gerne ans Herz. Stavoren empfing uns mit einem Premium-Platz an der kleinen Insel im Gemeentehaven. Kurz vorher hatte dort der Surf-Ausstatter Mistral* eine Vorführung gehabt, die ganze Insel-Kade beschlagnahmt und packte gerade ein. Wie nett. Hatte Mistral der Mistral doch echt einen Traumplatz freigehalten. Geplant verbrachten wir dann einen Ruhetag in Stavoren, aßen alles, was der liebe Gott verboten und der Holländer erfunden hat beim Frietje van Stavoren*, stemmten uns am Deich gegen den Wind, entdeckten Stavorens verborgene Grachten, entgingen dem gefräßigen Buttje-Buttje Brunnen, beobachteten eine talentierte Mädelsgruppe beim Segeltraining, füllten den mit einem wortwörtlich eigenwilligen Lot versehenen Wassertank der Mistral auf und legten bei echt krachtigem Wind wieder ab Richtung sehr von Segeln belebtes Heeger Meer. Fand ich nur so bedingt witzig, weil nicht unbedingt alle Segler sich an Regeln wie "kreuzen nicht in der Fahrrinne" hielten und dazu noch etliche Sloepjes rumschaukelten, deren Besatzungen durchgehend aus "komm, wir mieten mal so'n Schalüppchen, kann doch nicht so schwer sein, was muss da schon wissen" bestand. Und auch wenn Skippertrainer Eemke (den wir übrigens am ersten Tag bei Wetterwilles auch wiedersahen) uns dareinst das Mantra "Stahl gewinnt immer" eingeimpft hatte - man will es ja nicht zwingend drauf ankommen lassen. Nach gar nicht so langer Fahrt wegen Rückenwind übernachteten wir dann auf der Insel. die uns dareinst mit Couch empfing und uns den unvergessenen Möhren-Pflanz-JGA präsentierte. Diesmal lagen wir geschützt im Mini-Hafenbecken, das Highlight waren allerdings diesmal nur im Regen grillende Jungs und ein junges Paar, welches ganz geschickt ihr wirklich kleines Segelboot zu einem veritablen Segel-Zelt umbauten und dort ganz ramontisch übernachteten.

Stavoren und sein Vrouwtje
Wunderschönes Stavoren

Wunderschönes Bolsward 

Nachdem wir uns also vom ordnungsgemäßen Zustand unserer Lieblingsinsel überzeugt hatten, begaben wir uns auf die Workumer Trekvaart, neue Ufer entdecken. Die Hansestadt Bolsward im Landesinneren war unser Ziel. Die Fahrt dahin war so mittel, die kleinen an der Trekvaart gelegenen Orte sind ganz niedlich, der Kanal eher nicht so. Hat was von Verkehrsweg und Ende. Immerhin gingen alle Brücken - und das sind auf dieser Strecke nicht wenige - bemerkenswert zügig auf. Vor Bolsward klappten wir dann alles zusammen, was zusammenklappbar war und schlängelten uns unter der Brücke hindurch, von der wir hofften, dass sie nach Bolsward führt. Tat sie auch und auch die Autobahn musste für uns somit nicht angehalten werden. In Bolsward hatten wir genau so ein Glück wie in Stavoren und ergatterten einen wunderschönen Platz im Villenviertel an der Gasthuissingel. Die sich als genauso gastlich erwies wie ihr Name versprach. Wir hatten kaum angelegt und den Anlegeschluck an den Lippen, da näherte sich uns schon die angenehme Variante des Blockwarts. Begrüßte uns in seiner schönen Heimatstadt, erklärte schnell die besten Wege zu den angepeilten Sehenswürdigkeiten  und verschwand mit dem Satz " Wenn Sie was brauchen oder wissen wollen - ich bin in Nummer eins" wieder in seiner schicken Villa. Das nenne ich doch mal einen Empfang. Wie von Nummer Eins versprochen, ließ sich die Stadt von unserem Platz aus ganz wunderbar erkunden, wir bewunderten das Rathaus, den "nuttigen Vleermaus-Brunnen" , die abgebrannte und holländisch-pragmatisch-schick wiedererbaute Brüderkirche, hatten ein ganz wunderfeines Dinner an der Hauptgracht und kommen sicher nochmal wieder. Allerdings dann doch über die Workumer Trekvaart, denn auf dem Rückweg nahmen wir die landschaftliche schönere Strecke Richtung Ijlst, die auch zugleich ein Teil der Middelseeroute ist, von der wir uns bisher nie so recht entscheiden konnten, ob wir sie mal in Gänze fahren wollen. Unsere Strecke hatte ein Highlight, vor dem unsere bootseigene Schissbux (ich) schon vorher Manschetten hatte. Und womit? Mit Recht. Kurz vor Ijlst hatten wir eine Selbstbedienungsbrücke zu meistern und ich kann Euch sagen: Vor die Wahl gestellt, welche Route nach Bolsward, nehmt nicht die landschaftlich schönere. Das ist vielleicht ein Mist. Drei Poller sind da vor einem Steg, der vielleicht halb so breit wie ein handelsüblicher Turnhallen-Schwebebalken ist. Kann man ganz prima festmachen, vor allem bei ablandigem Wind. Nicht. Irgendwie ist es uns aber gelungen und der Ruhebewahrer balancierte todesmutig bis zum Knopf, den man drücken muss. Wir kamen gut durch, mit uns noch ein anderes Boot, welches ordentlich Gas gab, um von unseren Mühen zu profitieren, denn diese SB-Brücke schließt automatisch. War übrigens ein Boot aus Makkum. Passte, nachdem Tage vorher bereits ein Boot aus Makkum uns sehr unrühmlich während der Wartezeit an einer Brücke überholt hat. Macht man nicht. Ist ein echtes Tabu unter Seeleuten. Ich habe diesen Urlaub somit "Makkum ist das neue Greetsiel" ausgerufen. Da half es auch nichts, dass das Boot, welches dem Agnes-Seil fast zum Opfer gefallen wäre, ebenfalls aus Makkum kam und die Agnesianer schnöde abfertigte. Konnte ich also auch diesen Urlaub wieder nicht nachgucken, ob die Hafenmeisterin aus Makkum mir wirklich so ähnlich sieht..... 

Wunderschönes Bolsward
Wunderschönes Bolsward

Letzte Tage im Outback 

Nach soviel Urbanität musste es dann für die letzten Tage aber ergiebig Outback sein. Nach Bolsward peilten wir den Kanal nach Woudsend an und fanden dort das erhoffte einigermaßen windgeschützte Plätzchen, besuchten noch einmal das Hafenbecken des "Bugstrahlruder gibt seinen  Geist bei Windstärke 8 auf" Grauens und besuchten für eine eine letzte wunderbare, mit einem sensationellen Sonnenuntergang eingeläutete Nacht noch einmal die Marchjepolle, diesmal der Vollständigkeit halber mit einem Anlegeplatz an der anderen Seite mit Blick auf die Mole. Auf der übrigens der Fortuna-Düsseldorf-Fanclub erstaunliche Ausdauer im die-ganze-Nacht-Angeln bewies.  Der letzte Fahrtag bescherte uns dann wunderbarstes Sonnenwetter, welches wir bis zum letzten Moment ausnutzten. Wir schauten nach, ob die Brug noch kapot war (nein), filmten, wie eine Autobahn zum Stehen gebracht wurde, promenierten in Jirnsum beim Bootsbauer unserer Sehnsucht vorbei und kehrten schließlich in den Heimathafen der Mistral zurück. Mit einem vorschriftsmäßigen Anlegemanöver, so dass wir mit reinem Gewissen die Verrenkungen anderer beobachten und ja auch helfend begleiten konnten. 

mit der Mistral auf den Friese Meren
Mit der Mistral auf den friese Meren


Wie immer: Es war toll, es war wunderbar, es könnte immer so sein. Irgendwann wird die Zeit kommen, in der das Wünschen wieder hilft und Sehnsucht nicht immer nur unser Notfall ist. Irgendwann werden wir es haben, unser eigenes Boot und unser eigenes Friese-Meren-Projekt.
 Ach ja, ach. 
*Dies ist weder bezahlte noch unbezahlte Werbung, sondern einfach eine Aufzählung der Tatsachen vollständigskeitshalber. Ich verlinke nicht aus Gründen, befragt die Suchmaschine Eures Vertrauens. 

In diesem Jahr habe ich erstmals ein paar Handy-Videos gemacht von einigermaßen guter Qualität, was aber eher meinem smarten Fon als meinen Fähigkeiten geschuldet ist. Damit die Beiträge lesbar bleiben, werde ich diese separat einstellen. So nach und nach. Denn - Vorfreude ist zwar eine schöne Freude. Nachfreude aber auch.   

FAQs und Antworten rund um alles, was für Bootsurlaub in Stavoren wichtig ist, findet Ihr hier 

Freitag, 21. September 2018

Aller guten Brunnen sind drei

Manchmal fällt der Groschen Cent-weise. In Stavoren hatten wir wie berichtet Spaß mit dem Buttje-Buttje-Brunnen und ernteten begeisterte Kommentare vor allem von unserem Engelchen. Als wir dann in Bolsward die Fledermaus entdeckten, kannte unsere und Engelchens Begeisterung keine Grenzen mehr. "Diesen Urlaub habt ihr es aber echt mit den Brunnen" tönte es über Whatsapp und Engelchen schmiedete schon Pläne für einen Kurzurlaub mit Brunnen-Besichtigungs-Tour. Draufhin befragten wir dann mal die Suchmaschine unsere Vertrauens und siehe da -

eine gar nicht so abwegige Idee, der Brunnen-Tour-Urlaub. Dieses Jahr ist ja Leuuwarden (die Hauptstadt von niederländisch-Friesland) Europas Kulturhauptstadt und die Brunnen sind tatsächlich ein Teil davon. Klick, da fiel er, der Groschen. In Friesland gibt es die legendäre Elfstedentocht. Damit sind elf Städte gemeint, die über ein Netz von Kanälen miteinander verbunden sind. Wenn diese Kanäle im Winter zugefroren sind, gibt es in kalten Wintern ( zuletzt zum Auftakt des Jahrtausends ) die Elfstedentocht, wo Eisschnellläufer ein Wettrennen austragen. Man kann die Elf-Städte-Tour auch über als ausgeschilderte Radtour fahren und natürlich per Boot, was wir in großen Teilen auch schon getan haben. Bis zum Ende des Kulturhauptstadtjahres bekommt jede der elf Städte einen besonderen Brunnen, so dass man diese Tour nun auch mit einem kulturellen Highlight verknüpfen kann. Also Engelchen, dann mal los.

Wir haben keine elf Brunnen geschafft, aber immerhin haben wir am Abreisetag noch den Blumen-Brunnen von Ijlst besichtigt, der erst drei Tage vorher eingeweiht wurde und wirklich wunderschön ist. So waren es für uns immerhin

Aller guten Brunnen sind drei !


Brunnen Elfstädtetour Kulturhauptstadt
Aller guten Brunnen sind drei 
     




Fledermaus-Brunnen-Bolsward
Fledermaus-Brunnen-Bolsward




N.S. Einen vierten Brunnen haben wir allerdings auch schon abgehakt. Im Mai in Sloten. Ohne, dass es nur ansatzweise klar war, dass wir ein neu geschaffenes Kulturdenkmal besichtigten. Zu unserer Verteidigung. Es war allerübelstes Wetter und wir haben uns da noch nicht mal die Zeit genommen, die Inschrift zu lesen. 

Elfstädtetour Kulturhauptstadt Brunnen Sloten
BrunnenSloten


Guter Vorsatz nach dem Urlaub: 
Die restlichen sieben schaffen wir in den nächsten Jahren sicher auch noch. Die bleiben nämlich als kulturelles Erbe über das Kulturhauptstadtjahr hinaus erhalten.