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Montag, 1. November 2021

Fragt ruhig !

 

Ausblick und Austausch 


Dieses Logbuch hat lange pausiert. Das lag zum einen an ausgeprägter Unlust, in sozialen Medien zu diskutieren, ob und wie wir unser Boot in diesen Zeiten nutzen. Lag aber auch wie immer an knapp bemessener Zeit.  Zeit-technisch sind die Aussichten besser und ich hoffe inständig auf mehr Blog-Zeit im diesem Winter. Ein Rückblick auf  Höhen und Tiefen der Bootssaison ist bereits geschrieben, er muss nur noch bebildert werden. Aber es muss nicht immer nur die Rückschau sein. ich hätte auch Spaß an gemeinsamen Ausblick und Austausch.  






Was möchtet Ihr wissen? 


Manchmal erreichen mich per DM Fragen, die ich dann auch dort beantworte. Dadurch kam mir die Idee, über den Winter solchen Fragen auch Blogposts zu widmen. Sagt mir gerne, was Ihr wissen möchtet zum Leben auf dem Wasser? Welche Tipps braucht Ihr? Überlegt Ihr vielleicht auch, ein Boot zu kaufen? Oder zu chartern? Möchtet Ihr mehr zum Fahrgebiet Niederlande erfahren? Oder zu Häfen? Zur Marrekrite? Tipps für Kultur/ Shopping oder für Fahrradtouren hab ich auch reichlich auf Lager. Lasst mich das gerne wissen! 

             




(Nachsatz mit Bedauern: 

Bisher hat mir niemand zufriedenstellend sagen können, wie das verpflichtende externe Datenverarbeitungsverzeichnis geführt werden soll, muss, kann, ohne einen Vollzeitjob daraus zu machen. Daher blogge ich nach wie vor mit sehr abgespeckten Funktionen, de facto beschränke ich mich hier auf die reinen Blogposts. Auch die Kommentarfunktion ist aus diesem und anderen datenschutz-vorschriftlichen immer noch deaktiviert. 

Erreichbar bin ich über Twitter und Instagram  . Wo ich mich selbstredend auch sehr über Likes und neue Follower freue.  )  

Dienstag, 27. September 2016

Blick in die Zukunft

Der Anleger, an dem wir unsere letzte Nacht in freier Natur verbrachten, war zwar sehr sehr schön, aber es war auch ganz schön viel Verkehr. Akkrum scheint so seine Reize zu haben. Wir werden es in diesem Urlaub nicht mehr erleben. Dafür erlebten wir den Aussteiger-Oppa und seine Frau.





Ich erzählte ja bereits von ihnen, dem Aussteiger-Päarchen bei Marrekrite am Kanal nach Akkrum. Im Laufe des Abends und des nächsten Morgens lernten wir sie ein wenig kennen und erfuhren einiges von den Beiden. Die Beiden leben ihn bereits, unseren Traum vom Leben auf dem Boot. Allerdings wesentlich konsequenter und ausgebreiteter, als wir das vorhaben. Die Beiden waren bis zum letzten Jahr noch passionierte Segler, aber mittlerweile sind sie in der Mitte ihrer Siebziger und sind jetzt umgestiegen.



Sie haben sich ein gebrauchtes Boot für eine kleine Mark gekauft und hübschen es jetzt so nach und nach auf. Sommers leben sie auf dem Boot und Winters besteigen sie ein Wohnmobil, mit welchem sie bis nach Portugal fahren, um dort im Mobil auf einem kleinem Grundstück zu leben, welches ihnen gehört. Mit Brunnen und Solarzellen. Das nenn ich mal konsequent.

Das Boot ist ein Boarncruiser von der schon mehrmals erwähnten Rolls-Royce-Werft Boarnstream, die damals so außerordentlich freundlich auf der Boot waren und uns ihr neuestes Boot episch besichtigen ließen. Wir sehen, Boarnstream baut nicht nur außerordentlich schöne Boote, Boarnstream baut anscheinend auch robust und unverwüstlich. Fast 40 Jahre alt ist das Boot unserer Aussteiger und dafür sieht es sehr sehr gut aus. Der Captain ist außerordentlich gesprächig und wir entdecken, dass er meine Heimat, den Niederrhein gut kennt, sodass erstmal News von dort und gemeinsame Erinnerungen ausgetauscht werden. So stellen wir fest, dass wir uns mit Sicherheit schon mal in derselben Kneipe befunden haben müssen ! Tjanun - man trifft sich immer zweimal im Leben. Auch wenn man es gar nicht weiß.

Aber darüberhinaus erfahren wir viel von ihm über den Bootskauf, über Jachtmakler, über Gutachter, über Kosten und und und. Alles Dinge aus der Kategorie Dinge, die wir immer schon mal erfahren wollten. Dafür hat sich die Hilfe gestern wirklich gelohnt.Ist doch was, wenn man hört, dass man keinen unrealistischen Hirngespinsten nachjagt und unser Traum machbar sein wird.

Und es bleibt definitiv unser Traum. Ein eigenes Boot und ganz viel Zeit darauf. Es ist einfach so etwas Schönes, nirgends fühle ich mich besser, nirgends geht es mir besser als auf einem Boot. Und soviel Natur - hat einfach etwas Tröstliches. Man sieht Relationen wieder ganz anders. Wenn man so bei Marrekrites liegt und der Natur einfach beim Dasein zuschaut - dann relativiert sich so vieles und man bekommt - durchaus nicht unaufdringlich - frei Haus die Erkenntnis serviert, dass der Mensch eigentlich gar keine Rolle spielt. Die Natur interessiert sich einen Scheißdreck dafür, worüber wir alle so gerne in hysterische Erregungszustände geraten. Und sie wird immer noch da sein, wenn wir es längst nicht mehr sind.Was also spricht dagegen, sich auf einen Traum zu fokussieren. Nichts !